Es wird kalt: die erste Feuerzangenbowle kommt

Wow, jetzt wird es aber langsam richtig kalt. Die goldgelben Herbstblätter sind schon lange verflogen und von den lauten Laubbläsern in schwarze Plastiksäcke verfrachtet worden. Obwohl man Weihnachtsartikel schon seit Ende August im Einzelhandel erwerben kann, kommt doch langsam, aber sicher weihnachtliche Stimmung auf.

Aus diesem Anlass zeige ich hier ein Bild vom Weihnachtsbaum unserer Familie. Meine Mutter bewahrt das Lametta übrigens jedes Jahr auf. Also bitte keine Beschwerden hinsichtlich Verschwendung wertvoller Resourcen und so weiter.

Kugel mit Lametta am Weihnachtsbaum

Was für mich unweigerlich zu Weihnachten gehört, ist eine herzhafte Feuerzangenbowle. Schon früher haben mich meine Großeltern dafür begeistern können, wenn ich den Zuckerhut anzünden durfte – und vielleicht ein ganz kleines Schlückchen als Kind nehmen durfte. Später an der Uni kam ich dann mit richtig großen Feuerzangenbowlen in Berührung. Es gibt an meiner Uni in meinem Fachbereich die Tradition, dass alle Studenten vor Weihnachten gemeinsam eine Feuerzangenbowle machen und trinken.

Was ist Feuerzangenbowle?

Feuerzangenbowle kommt, wie man bei Wikipedia liest, aus Indien. Von dort haben die englischen Seeleute den heißen und gewürzten Trank nach Europa gebracht. In Deutschland gibt es die Tradition der weihnachtlichen bzw. neujährlichen Bowle nachweisbar seit Anfang des 19. Jahrhunderts.

Was braucht man dafür?

Zu einer guten Feuerzangenbowle benötigt man nur wenige Zutaten. Ich persönlich schwöre auf ein einfaches Rezept aus Rotwein, hochprozentigem Rum, einem Zuckerhut und etwas Gewürzen wie Nelken und Zimt.

Ganz wichtig ist jedoch, dass man das richtige Equipment dafür hat. Am besten eignet sich dafür ein Feuerzangenbowle Set für Zuhause. Der Topf kann aus Glas oder Metall sein. Metall hat den Vorteil, dass man ihn auf dem elektrischen Herd erwärmen kann und sich so das umständliche Umfüllen von einem Metalltopf in einen Glastopf für das Feuerzangenbowle Set erspart. Zugebenermaßen sieht die Bowle in einem Topf aus Glas aber schon superschön aus!

Worauf achten bei der Zubereitung?

Beim Zubereiten sollte man darauf achten, dass einem kein Zucker in die Bowle fällt. Er sollte nur tropfend und karamelisiert dort ankommen, ansonsten bekommt man eine sehr süßlich schmeckende Feuerzangenbowle. Wer’s mag, kann sich damit anfreunden, aber gerade an einem kalten Winterabend mag man doch lieber etwas Herzhaftes und gut Gewürztes.

Ebenfalls sollte man beim Rum darauf achten, dass er mindestens 54% Alkohol aufweist. Ansonsten lässt er sich nicht entzünden, und somit bleibt der Zucker ungeschmolzen. Besonders beliebt ist der Stroh-Rum aus Österreich. Diesen Rum gibt es sogar mit 80% Alkohol, sodass selbst „feuchter“ Zucker sich abbrennen lässt.

Wie richtig trinken?

Der Alkoholgehalt einer Feuerzangenbowle ist gar nicht so hoch, wenn man alles richtig gemacht hat. Denn letztendlich löst sich der Alkohol des Rums beim Verbrennen auf. Das gilt aber nur, wenn man beim Beträufeln des Zuckerhuts richtig aufpasst. Es soll ja auch Leute geben, die mit Absicht daran vorbeiträufeln und sich später wundern, warum ihnen der Kopf so brummt …

Hinsichtlich Temperatur kann man die Bowle entweder richtig heiß trinken oder auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Mir persönlich gefällt eine niedrigere Temperatur besser, da sich dann die Aromen von Gewürzen und Wein besser öffnen.

Rekorde um Feuerzangenbowle

Keine Angst, ich will hier nicht zum maßlosen Trinken motivieren, nur dass man einen Rekord brechen kann! Ganz im Gegenteil, maßvoller Konsum ist mit Sicherheit das Richtige. Die zu nennenden Rekorde drehen sich alle um eine möglichst große Menge an hergestellter Feuerzangenbowle oder eine große Zahl an Trinkenden.

Aktuell scheinen München und Nürnberg mit Kupferkesseln mit 2,50 Meter Durchmesser an der Spitze zu liegen. Jetzt wäre es halt schön, wenn ich in der Vorweihnachtszeit einmal nach Süddeutschland käme.

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